Mit Schäcke bei ETHERMA und GIFAS Elektrowärme 2.0 und die Unverwüstbarkeit elektrischer Komponenten…

Am 17.11.2016, früh morgens hieß es wieder: Schäcke begleitet die dritten Elektrotechnikklassen (3Ea und 3Eb, LG-A, 2016/17) zu spannenden und dynamischen Wirtschaftsunternehmen der umliegenden Elektrotechnik-Welt. Diesmal ging’s zu den etablierten Mittelständlern ETHERMA nach Henndorf und zu GIFAS nach Eugendorf. Nicht weit vom Schulstandort in Salzburg entfernt – doch weit an Produktvielfalt und Know-How – konnten sich Schüler und Lehrer gleichermaßen von Folgendem überzeugen.

ETHERMA Elektrowärme GmbH

Elektrodirektheizungen haben einen angekratzten Ruf. Man denkt rasch an archaische Überbleibsel überbordender Atomstromfantasien und an klobige, meist unansehnlich graue Nachtspeicheröfen. Mit diesem Klischee konnte bei ETHERMA facettenreich aufgeräumt werden. Zum einen, weil elektrisches Heizen nicht alleine auf gebäudebezogene Heizungen beschränkt ist und zum anderen, weil Niedrigstenergie-, Passiv- und Aktivhausstandards Elektrodirektheizungen – z.B. in moderner Infrarottechnologie – wieder interessant machen können. Sind diese doch einfach und kostengünstig in der Errichtung sowie reaktionsschnell und dadurch gut regelbar. Infrarotstrahler sind zudem unaufdringlich bzw. können mittlerweile sogar als (individuelle) Designobjekte mitverwendet werden (siehe weiterführende Links).

Sowohl innerhalb eines theoretischen Vortrags als auch bei der Besichtigung der Produktionsanlagen mit hohem regionalen Eigenfertigungsanteil konnte man sich ein gutes Bild von diesen Überlegungen machen. Prinzip und Fertigung von hochwertigen Infrarotstrahlern galt es ebenso zu erkunden, wie elektrische Fußbodenheizungen, Dachrinnenheizungen, Rohrbegleitheizungen u.v.m. Unterstrichen wurde auch hier wiederum die Rolle des modernen Elektrotechnikers als neuralgische Schaltstelle in der Gebäudetechnik. Letzen Endes läuft beim elektrotechnischen Gewerbebetrieb Einiges zusammen: Risiko, vor allem aber auch Chance zugleich. Elektrotechniker werden zum Integrator bei modernen energieoptimierten und smarten Gebäudeprojekten.

GIFAS ELECTRIC GmbH

Nach einem kurzen und labenden Zwischenstopp in der Eugendorfer Schachtelgastronomie ging es rasch weiter zum nächsten Innovationsbetrieb. GIFAS tut sich seit Jahrzehnten durch besonders robuste Elektrokomponenten aus Butylkautschuk hervor. Brechen handelsübliche Steckverbinder und Gehäuse aus Kunststoff insbesondere bei niedrigen Temperaturen wie sprödes Glas, halten GIFAS-Komponenten aus Butylkautschuk sozusagen die Spur. Dies u.v.m. wurde in einem einführenden Vortrag samt anschließendem Rundgang durch die Fertigung deutlich unterstrichen. Unsere Schüler durften dabei auch selbst Hand anlegen (siehe Bildergalerie).

Das Herstellen von Komponenten ist seit längerem nicht mehr das alleinige Standbein von GIFAS. Man kann wohl marktkonform verallgemeinern, dass für Unternehmen an hochindustrialisierten Standorten der Servicefaktor eine entscheidende Rolle spielt. So zeichnet sich GIFAS durch Dienstleitungen und Entwicklungsaktivitäten rund um das umfassende Themengebiet elektrischer Anlagen im Allgemeinen aus. Verdeutlicht wurde dies einerseits entlang des facettenreichen Rundgangs und abschließend durch eine sehr praxisnahe Präsentation und Diskussion zum Thema Beleuchtungsanlagen. Man liegt sicherlich nicht falsch zu behaupten, dass in der Licht- und Beleuchtungstechnik in den letzten zehn Jahren kein Stein auf dem anderen geblieben ist. Temperaturstrahler und mehr und mehr auch Entladungslampen verschwinden vom Markt. LED ist die Technologie der Stunde. Natürlich gilt es auch hier, ein feines Technikerauge zu beweisen, um Qualität zu erkennen und letzten Endes zu verbauen. Worauf man diesbezüglich achten sollte, wie GIFAS an diese Herausforderung herangeht und wie man moderne Beleuchtungsanlagen computergestützt plant (siehe weiterführende Links) wurde Schülern und Lehrern sehr plastisch zum Besten gebracht.

Wir bedanken uns bei Thomas Wörthner von SCHÄCKE für die partnerschaftliche Organisation dieser Exkursion. Insbesondere bedanken wir uns bei Ing. Andreas Gotthardt, MBA samt Kollegen von ETHERMA sowie DI Hans Jürgen Stadler samt Mitarbeitern von GIFAS für das spannende Programm!